Die ausgewählten Bilder der Stilrichtung TraumArt aus dem Atelier Linde Salber entstanden in den Jahren 1987 bis 2002.
So wie es der Art der Träume entspricht, Bilder da-sein zu lassen, ohne dem Träumer eine psychologische ›Packungsbeilage‹ mitzuliefern, entsteht auch TraumArt gewissermaßen eigenlogisch. Seelisches wie ›malerisches‹ Material sucht seine Bahn, erschreckt, erfreut, bewegt, provoziert und zentriert sich schließlich um einen Komplex, über dessen Sinn der an dem Verwandlungsprozeß Beteiligte kaum Auskunft geben kann. Die Frage nach Sinn und Bedeutung stellt sich eher dem Betrachter, denn ihm steht das Artefakt des Entstehungsprozesses wie ein Ding fremd gegenüber, während die Malerin vom ersten Klecks, Schwung, Farbton bis zum ›fertigen‹ Bild einbezogen ist. Darin liegt für sie Sinn. Was danach kommt, sind Eitelkeit, Selbstkritik, Werbung, Geschäft, – und der nächste Verwandlungsprozeß. Ein Betrachter muß, wenn er sich denn verfängt, einen analogen Vorgang erst eröffnen, indem er sich auf die Suche begibt. Dabei braucht er allerdings keinen Arzt, Apotheker oder Kunstpädagogen, denn die ›Risiken und Nebenwirkungen‹ sind die Beweger, die ihn zum Bild hinführen.
Für den Fall, daß sich gar nichts einstellt, hat der Maler Hans Platschek den Spruch geprägt:
»Bilder bedeuten nur etwas, wenn der Beschauer etwas bedeutet.«